„Günni macht
Kunst“
ist eine turbulente Persiflage auf den Kunstbetrieb.
In
Günter Schnartes sonst sehr beschaulichem Hobbykeller wird es
eng. Zunächst beschließt Birgit Schnarte den Keller ihres Mannes zu
ihrem ureigenen Refugium zu erklären. Sie hat eine online
Versteigerungsplattform für sich entdeckt und erhofft sich durch den
Verkauf von Dachbodenfunden einen schnellen Reichtum. Bedingt durch
die zentrale Lage im Hinterhofarkadendurchgang eines großen
Mietshauses dringen zudem auch weitere, höchst unterschiedliche
charakterstarke Persönlichkeiten in Günnis Rückzugsgebiet vor.
Da gibt es zum
Beispiel Sarah: Die smarte Tochter der Schnartes beäugt das Treiben
mit einer gehörigen Portion Skepsis und wird zugleich von ihrem
primitiven, proletenhaften Sandkastenfreund Karl-Otto umgarnt. Der
neugierige Hausmeister Norbert Masunke, Kumpel und „Hausfreund“ der
Schnartes hat alles im Blick und geleitet das Publikum mit Witz durch
die schräge Welt der schrillen Charaktere. Im benachbarten
Kellergewölbe arbeitet die quirlige, etwas weltfremde Künstlerin
Chantal Montvillon-Rambou. Mit ihrem Wunsch, in die Welt der großen
Meister vorzudringen, lädt sie eine Kunstkritikerin ein, um ihre
Kunstwerke zu präsentieren. Irrtümlich wird
Günnis Hobbykeller dabei zum Kunstobjekt erklärt und schon
nähern sich amerikanische Kunstkäufer und Kulturbanausen, die eher
Interesse an Günnis Hobbys als an Kunst haben…